Unsere gut besuchte Tagung mit insgesamt 58 Teilnehmenden begann pünktlich um 15:00 Uhr mit der Begrüßung durch die Präsidentin des Frauenverbandes Hiltrud Leber. Weiter ging es mit dem Vortrag von Frau Dr. Ingrid Schiel. In ihrem Beitrag gab sie einen informativen kulturhistorischen Überblick und beleuchtete dabei auch die Rolle der Frauen im Laufe der Jahrhunderte.
Im Anschluss beeindruckte die Autorin Karin Gündisch das Publikum mit einer Lesung, die sie mit persönlichen Einblicken in ihre literarische Arbeit bereicherte. Die gelungene Verbindung von wissenschaftlichem Vortrag und literarischem Beitrag fand bei den Zuhörerinnen und Zuhörern großen Anklang.
Das Programm der Tagung am Samstag und Sonntag war abwechslungsreich und dicht gefüllt mit Vorträgen und Workshops. Den Auftakt machte Enni Janesch mit einem persönlichen Bericht über Frauenleben, Heimat und Beheimatung und zeigte eindrucksvoll, wie prägend Herkunft und Gemeinschaft für viele Frauen sind.
Dr. Irmgard Sedler erläuterte anschließend die Entwicklungsgeschichte der siebenbürgischen Trachten – von der Patrizierinnentracht früherer Jahrhunderte bis zur sächsischen Volkstracht des 19. und 20. Jahrhunderts.
Über die Situation siebenbürgisch-sächsischer Frauen nach der politischen Wende in Rumänien berichtete Ilse Philippi und gab Einblicke in die Veränderungen und Herausforderungen dieser Zeit.
Am Nachmittag standen praktische Workshops im Mittelpunkt: gemeinsames Singen mit Angelika Meltzer, Scherenschnitt mit Gerhild Wächter, traditionelles Hanklich-Backen mit Annemarie Weber sowie ein Tanzworkshop mit Ingrid Mattes.
Beim anschließenden „Bunten Abend“ präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse. Zuvor richtete Marc-Pawel Halatsch, Generalsekretär des Bundes der Vertriebenen, ein Grußwort an die Teilnehmerinnen. Dabei übermittelte er auch die Grüße des Präsidenten Stefan Mayer, der an der Tagung leider nicht teilnehmen konnte, jedoch ausrichten ließ, dass er jederzeit gerne einer Einladung des Frauenverbandes folgen werde. In seinem Grußwort würdigte Halatsch zudem die wichtige Arbeit des Frauenverbandes.
Der Sonntag begann mit einer Morgenandacht von Monika Wittek. Danach sprach Gerda Ott zum Gedenken an den 4. März 1919, der Niederschlagung der Sudetendeutschen Unabhängigkeitsbewegung.
Den abschließenden Vortrag hielt Rainer Lehni, Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, über das Verbandsleben und die Frauenarbeit seit 1945.
Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen waren äußerst positiv. Besonders gelobt wurden die gelungene Mischung aus Information, Austausch und Gemeinschaft sowie die herzliche und offene Atmosphäre der Tagung.




