Der Internationale Frauentag steht weltweit für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Solidarität. Für uns als Frauenverband im Bund der Vertriebenen (BdV) ist dieser Tag in besonderer Weise den vertriebenen Frauen sowie den Aussiedlerinnen und Spätaussiedlerinnen gewidmet.
Sie haben Flucht, Vertreibung und oftmals jahrzehntelange Benachteiligung erfahren – und dennoch mit Mut, Kraft und Verantwortungsbewusstsein den Neuanfang gewagt. Sie haben Familien getragen, Kultur und Tradition bewahrt, Integration geleistet und unsere Gesellschaft aktiv mitgestaltet. Ihre Lebensleistung verdient höchste Anerkennung.
Gleichzeitig denken wir auch an die nachfolgenden Generationen – an die Töchter, Enkelinnen und Urenkelinnen. Die Erfahrungen von Flucht, Verschleppung, Gewalt und Verlust, die ihre Mütter und Großmütter erlitten haben, wirken oft bis heute nach. Traumata und Erinnerungen werden weitergegeben, manchmal unausgesprochen, aber dennoch spürbar im Leben der Familien. Auch diese Generationen tragen die Geschichte ihrer Familien in sich und leisten ihren eigenen Beitrag zur Bewahrung von Erinnerung, Identität und Zusammenhalt.
Als Frauenverband setzen wir uns dafür ein, die Kompetenz, Erfahrung und vielfältigen Fähigkeiten dieser Frauen sichtbar zu machen und ihre Stimme in Gesellschaft, Politik und Kultur zu stärken. Erinnerung ist für uns nicht nur Rückblick, sondern Auftrag für Gegenwart und Zukunft.
Allen Frauen wünschen wir einen kraftvollen, selbstbewussten und solidarischen 8. März.



