Der Frauenverband im Bund der Vertriebenen e. V. verbindet Erinnerungsarbeit, kulturelle Vermittlung und gesellschaftliches Engagement. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Lebensleistungen von Frauen sowie die Weitergabe ihres historischen und kulturellen Erbes an kommende Generationen.

Erinnerung bewahren und Geschichte aufarbeiten

Wir beschäftigen uns mit den Erfahrungen von Flucht, Vertreibung, Deportation und Aussiedlung und ihren Folgen für die Betroffenen und ihre Familien. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Erfahrungen von Frauen, ihren Kindern und nachfolgenden Generationen. Wir sammeln Zeitzeugenberichte, dokumentieren Lebensgeschichten, fördern ihre wissenschaftliche Aufarbeitung und machen die gewonnenen Erkenntnisse durch Publikationen, Tagungen und Bildungsarbeit zugänglich.

Frauen und ihre Lebensleistungen sichtbar machen

Frauen haben Flucht, Vertreibung, Aussiedlung und den Neubeginn ihrer Familien in besonderer Weise erlebt und mitgestaltet. 
Wir möchten ihre Erfahrungen, Leistungen und Perspektiven sichtbar machen und dazu beitragen, ihre Lebensgeschichten als Teil der deutschen und europäischen Geschichte zu bewahren und weiterzugeben.

Generationen verbinden

Historische Erfahrungen können Familien über Generationen hinweg prägen. Wir fördern deshalb den Austausch zwischen der Erlebnisgeneration, ihren Kindern und Enkeln sowie jungen Menschen. Dabei schaffen wir Möglichkeiten, sich mit der eigenen Familiengeschichte, Herkunft und den Auswirkungen von Flucht und Vertreibung auseinanderzusetzen.

Kulturelles Erbe bewahren und weiterentwickeln

Wir setzen uns für die Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung des kulturellen Erbes der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten ein. Dazu gehören Sprache, Traditionen, Bräuche, Geschichte und vielfältige kulturelle Erfahrungen aus den früheren und heutigen deutschen Siedlungsgebieten. Dieses Kulturerbe verstehen wir als Bestandteil der deutschen und europäischen Kultur.

Begegnung und Verständigung fördern

Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Begegnung mit den Menschen in den früheren Heimat- und Herkunftsgebieten. Durch internationale Tagungen, Bildungs- und Begegnungsreisen, grenzüberschreitende Projekte und den Austausch mit unseren Partnern fördern wir gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Miteinander in Europa. Besonders wichtig ist uns dabei, auch jüngere Generationen in diese Begegnungs- und Erinnerungsarbeit einzubeziehen.

Unsere Grundsätze

Unsere Arbeit steht auf der Grundlage des Grundgesetzes, der Menschenrechte und des Völkerrechts. Wir bekennen uns zu den Grundsätzen der Charta der deutschen Heimatvertriebenen und zu einem friedlichen und geeinten Europa. Aus der historischen Erfahrung von Flucht und Vertreibung heraus treten wir für Verständigung, gegenseitigen Respekt und ein friedliches Zusammenleben der Menschen ein. Wir setzen uns gegen Vertreibung als Mittel der Politik ein und unterstützen einen fairen und respektvollen Umgang mit Menschen, die heute von Flucht und Vertreibung betroffen sind. Begegnung und persönlicher Austausch sind für uns wichtige Voraussetzungen für Verständigung. Deshalb pflegen wir den Dialog mit Menschen in Deutschland und in den früheren Heimat- und Herkunftsgebieten sowie mit Partnerorganisationen in Mittel- und Osteuropa.

Interessen vertreten und Netzwerke stärken

Wir bringen die Erfahrungen und Anliegen vertriebener Frauen, Aussiedlerinnen und Spätaussiedlerinnen in die Öffentlichkeit ein. Dabei arbeiten wir mit dem Bund der Vertriebenen, seinen Landsmannschaften und Landesverbänden sowie mit Frauenverbänden, kulturellen Einrichtungen und weiteren gesellschaftlichen Partnern zusammen.

Erinnern. Bewahren. Weitergeben. Frauen sichtbar machen, Generationen verbinden und Verständigung fördern – darin sehen wir unsere zentrale Aufgabe.